Vereinsheim


Eine der größten Errungenschaften der vergangenen Jahre ist nicht sportlicher Natur, sondern materieller. Seit dem Jahr 2022 verfügen wir über ein eigenes Vereinsheim. So etwas hat es in unserer Geschichte noch nie gegeben. Immer war Fortuna Griesheim irgendwo nur ein gern gesehener „Gast“, untergebracht in Räumen, die nicht uns gehörten und oftmals viel zu klein waren. So zum Beispiel in den 60er Jahren, als sich unsere Teams auf dem Saal der Gaststätte umzogen oder als der Speisesaal der Suppenburg uns in den in den 70er und 80er Jahren als Unterbringung diente. Damals beteiligte sich unser Verein am Umbau des ehemaligen Stallgebäudes zum Speisezentrum. So hatte man eine Vereinbarung mit dem damaligen LPG-Chef Gerhard Ache getroffen. Für die geleisteten NAW-Stunden durfte man den Speisesaal nutzen und sich im Gebäude auch duschen. Und wenn Kohlen geliefert wurden, halfen unsere Sportler auch beim Reinschaufeln jener. Schon amüsant, dass sich damals beide Teams, sowohl Fortuna als auch der Gegner, in einem Raum gemeinsam umzogen – jeder in einer dafür vorgesehenen Ecke. Kurz vor der Wende zogen wir dann ins Erdgeschoss eines alten Bauernhofes. Hier entstanden, ebenfalls in Eigenleistung, drei Räume und ein Duschraum. In den 90er Jahren folgte schließlich der Umzug ins Verwaltungsgebäude der Gemeinde Ilmtal. Auch hier wurde wieder in Eigenleistung umgebaut – dieses Mal ein paar Kellerräume. Doch in den letzten Jahren wurde zunehmend deutlich, dass dieses doch sehr bescheidene Domizil den Ansprüchen unseres Vereins nicht genügt. Mit der Gebietsreform zog die Verwaltung der ehemaligen Ilmtalgemeinde in das Rathaus der Stadt Stadtilm. Daher mussten wir als Sportverein unsere alten Räumlichkeiten aufgeben.

In Absprache mit den Entscheidungsträgern der Stadt Stadtilm, insbesondere dem Bürgermeister Lars Petermann, zogen wir im März 2022, nach 1,5 Jahren Bauzeit, in das zweite ehemalige Verwaltungsgebäude. Etwa 50 unserer Mitglieder investierten hier 850 Arbeitsstunden – ehrenamtlich und unentgeltlich. 50.000 Euro kostete uns diese umfangreiche Baumaßnahme. Davon wurden mehr als 4/5 über Förder- und Sponsorengelder abgedeckt. Den Rest entnahmen wir aus den dafür im Vorfeld angelegten Rücklagen. Auch die Stadt brachte neben ihrer Förderung noch weitere finanzielle Mittel auf. Mann kann also davon ausgehen, dass die Baukosten insgesamt etwa 80. 000 Euro betrugen.